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Accum

Accum ist ein ruhiger Ortsteil mit ca. 1087 Einwohnern, zwischen Wilhelmshaven und Schortens. Ursprünglich ist Accum eine Dorfwarf auf einem Geestrücken.
Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Friesischen ak, aker mit der Bedeutung Auffahrt auf eine Düne, einen Deich her (mittelniedersächsisch aak = Deichübergang).
Besiedelt war Accum, damals noch am Meer gelegen, schon zu Beginn unserer Zeitrechnung. Erstmalig erwähnt wurde der Ort Ackem um 840 in den Kirchenbüchern, als Bischoff Ansgar von Bremen und Hamburg die St. Willehad-Kirche als Holzkirche erbauen ließ.
1340 zerstörte Edo Wiemken der Ältere die Glarenburg (Glarum) bei Accum und verschenkte das gesamte Anwesen an Popke Ihnen von Inhausen. Seitdem gehörte Accum zur Herrlichkeit Inhausen/Kniphausen und die Accumer Dorfkirche wurde Hofkirche.
1526 führte Tido von Kniphausen die ev./reform. Konfession gegen erheblichen Widerstand der umliegenden Landesherren ein. Noch heute ist die ev./reform. Kirche in Accum eine Enklave in dem überwiegend ev/luth. Kirchenbereich.
1718/19 wurde die durch Sturmfluten zerstörte Kirche in der jetzigen Form neuerbaut.
Die Kirche selbst ist schlicht und einfach ausgestattet. Sie beherbergt eine von dem bekanntesten norddeutschen Orgelbauer, Arp Schnittger, geschaffene Orgel, sowie eine hervorragende flämische Renaissance-Portraitplastik aus schwarzem Marmor, dem Grabmal des Tido von Kniphausen und seiner Gattin Eva von Renneberg.