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Oestringfelde

Schulbezirk Addernhausen vor 100 Jahren eingerichtet
Neues Schulhaus entstand in Oestringfelde – Von der Volksschule zur Grundschule
Von Martin Noormann

OESTRINGFELDE. Den Schulstandort Oestringfelde gibt es seit über 100 Jahren. Als Volksschule gegründet feierte die heutige Grundschule bereits ein rundes Jubiläum. Die Entstehung der Schule dokumentiert auch sehr eindrucksvoll die Entwicklung in diesem Teil von Schortens etwa seit Mitte des 19. Jahrhunderts, aber auch in der Gemeinde insgesamt.
Über mehrere Jahrhunderte gab es nur die Kirchspielsschule in Schortens und wegen der räumlichen Entfernung eine Unterrichtsstätte im Bereich der Orte Roffhausen und Middelsfähr. Nach der Gründung einer Schule in Ostiem im Jahre 1888 folgte bereits im Jahre 1905 die Gründung der Schule in Oestringfelde. Der Entwicklung in dem Bereich Addernhausen und Oestringfelde wurde damit Rechnung getragen. Erst im Jahre 1884 wurde der Bereich Addernhausen mit dem Ortsteil Oestringfelde durch das Oldenburger Staatsministerium zur „Bauernschaft“ (Ortschaft) aufgewertet und der Landheuerling Frerich Eiben zu Oestringfelde als erster Bezirksvorsteher vom „großherzoglichen Amt“ in Jever für die neue Aufgabe verpflichtet. Die weitere Entwicklung machte dann nach 1900 die Bildung des Schulbezirks Addernhausen notwendig. Als Schulstandort wurde ein Gelände am heutigen Lebensborner Weg in der Nähe der Gaststätte „Grüner Wald“ ausgewählt und das Schulgebäude geplant. Über Details geben die Analen nur wenig Auskunft.
Pastor Heinrich Kirchner notiert für 1905 in der Kirchenchronik: für das Jahr 1905: „Im Herbst konnte nun die neue Schule zu Oestringfelde bezogen werden, die mit einem Aufwand von 23.000 Mark im Laufe des Sommers erbaut wurde von den Meistern Rastede aus Ostiem und Janßen in Schortens. Sie wurde zu Anfang des Winters in Gegenwart des Schulvorstandes und Ausschusses sowie der Bauherrn und der Schul- comission von mir geweiht und gleichzeitig der neue Lehrer Johann Eden eingeführt werden. Die Schülerzahl der neuen Schule belief sich auf 72 Kinder.“
Die offizielle Einweihung der neuen zweiklassigen Schule mit zwei Lehrerwohnungen hat am 16. Oktober 1905 stattgefunden. Zunächst wurde jedoch nur eine Klasse in Nutzung genommen, der zweite Klassenraum war noch ohne Mobilar. Im Juli des Jahres hatte Pastor Kirchner bereits „Die Lieferung von 18 viersitzigen regulativmäßigen Schulpulten für die neue Schule in Oestringfelde und eines Lehrerpultes nebst Schulschrank“ öffentlich ausgeschrieben. Der Auftrag sollte an den „Mindestfordernden“ vergeben werden. Diese Aufzeichnung deckt sich mit den noch vorhandenen Unterlagen der Schule. Die Schülerzahl stieg bis zum Ende des Schuljahres im April 1906 bereits auf 78 Schüler. Über die Unterrichtsinhalte in dieser Zeit liegt noch ein altes Tagebuch vor.
Der Lehrer Johann Eden von Neuende (heute Wilhelmshaven) wurde mit Wirkung vom 1. Oktober 1905 vom Evangelischen Oberschulkollegium in Oldenburg an die Schule zu „Oestringerfelde“ versetzt und mit dem gleichen Tage zum Hauptlehrer ernannt. Von der Schulacht Addernhausen wurde er mit einem Jahresgehalt von 2.785 Mark bedacht. Er ging bereits nach sechs Jahren nach Hohenkirchen und wurde von Hauptlehrer Johannes Brakenhoff abgelöst, der bis 1928 in Oestringfelde tätig war. Die Zahl der Schüler war inzwischen auf 121 gestiegen und ein zweiter Lehrer im Einsatz. Danach folgten  die  Hauptlehrer Friedrich Schulze (bis 1954), Herbert Grützmacher (bis 1963) und Reinhard Imhoff (bis 1980).
In diese Zeit fiel eine wesentliche Veränderung durch das neue Schulgesetz. Mit Ende des Schuljahres 1965 wurde die Oberstufe aufgelöst und die Bildungsstätte in eine vierklassige Grundschule umgestaltet. Eine weitere große Veränderung gab es 1969. Das alte Schulgebäude wurde von der Gemeinde Schortens verkauft, in der Nähe des bisherigen Standorts, ebenfalls am Lebensborner Weg, hatte die Gemeinde ein völlig neues Schulgebäude errichtet, welches im August 1969 bezogen wurde. Die letzte große Veränderung war die Einweihung der Turnhalle am 23. April 1982.

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[Keine Beschreibung eingegeben] [Keine Beschreibung eingegeben]
Die jetzige Grundschule Oestringfelde am Lebensborner Weg. Die Schule Oestringfelde mit Kindern auf dem Pausenhof zeigt diese Postkarte, die etwa aus dem Jahre 1910 sein dürfte

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Bekanntmachungen

[Keine Beschreibung eingegeben]
Das Evangelische Oberschulkollegium in Oldenburg macht unter dem 29. September 1905 amtlich bekannt, daß Lehrer Eden aus Neuende zum Hauptlehrer an der Schule
in Oestringerfelde ernannt wurde.
[Keine Beschreibung eingegeben]
Lieferung von Schulpulten für 72 Kinder und eine Lehrkraft hat Pastor Kirchner aus Schortens am 10. Juli 1905 öffentlich ausgeschrieben.